Oswald von Wolkenstein: Zur Startseite

Wach auf, mein Hort

Das berühmteste Tagelied von Oswald von Wolkenstein, entstanden vor 1408, ein typisches Zwiegespräch von Mann und Frau (KL 101)

Originaltext Das Original aus Handschrift B
Video (Auszug) vom Auftritt bei den Lißberger Leiertagen 2017 –

Meine Übertragung, wie ich sie singe

»Wach auf, mein Hort«
in meiner Übertragung von 1998

Verkleinerte Abbildung (Original DIN A 5) aus dem Liederheft »Liebe und Tod«,
erhältlich im Buchhandel oder bei

VERBVersum Kultur und Medien GmbH

Bei Aufführung dieser Übertragung bitte Meldung an den Autor sowie – unbedingt – GEMA-Meldung!
GEMA-Werknummer 4.687.258

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I
Wach auf, mein hort! es leucht dort her

von orient der liechte tag.
plick durch die praw, vernim den glanz,
wie gar vein plaw des himels kranz
sich mengt durch graw von rechter schanz!
ich fürcht ain kurzlich tagen!

II
»Ich klag das mort, des ich nicht ger:

man hört die voglin in dem hag
mit hellem schal erklingen schon.
o nachtigal, dein späher don
mir pringet qual, des ich nicht lon.
unweiplich muess ich klagen.«

III
Mit urlaub vort! deins herzen sper

mich wunt, seit ich nicht pleiben mag.
schidliche not mir trauren pringt,
dein mündlin rot mich senlich zwingt,
der pitter tot mich minder dringt.
darumb muess ich verzagen.

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Original in der Handschrift B von 1431/32

»Wach auf, mein Hort« in der Handschrift B, der Innsbrucker Liederhandschrift von 1431/32

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